Von der Facebookseite der Bürgerinitiative: Bürgerinitiative Gegenwind Lußhardt St. Leon-Rot

Bürgerinitiative gründete den Verein „Bürgerinitiative Gegenwind Lußhardt, St. Leon-Rot“

Vor einigen Wochen erst ist in St. Leon-Rot durchgedrungen, dass die Fa. Wirsol GmbH aus Waghäusel-Kirrlach im Lußhardtwald direkt an der Gemarkungsgrenze vom OT St. Leon eine Windenergieanlage mit insgesamt 10 Windkrafträdern bauen möchte. Die Höhe der einzelnen Windkrafträder beträgt 238,5 m (und somit etwa das 8-fache der Waldhöhe). Der Abstand zum Ortsrand von St. Leon beträgt ca. 1.200 m. Eine im Juni d.J. gegründete „Bürgerinitiative“, welche sich die Verhinderung des Baus der Windenergieanlage zum Ziel gesetzt hat, schließen sich inzwischen mit mehr als 1.000 gesammelten Unterschriften viele Mitstreiter an.

Viele Bürger aus St. Leon-Rot, Kronau, Kirrlach, Bad Schönborn sowie auch alle Letzenberg-gemeinden, welche dem „Wassergewinnungszweckverband Hardtwald“ mit Sitz in St. Leon-Rot angehören, sind gegen den Bau dieser Windenergieanlage, welche aufgrund des nachweislich sehr schwachen Windaufkommens im flachen Rheintal eine vergleichsweise sehr schwache Wirkung erzeugen wird. Nach unserer festen Überzeugung ist dieser Standort in einem großräumigen Waldgebiet, welches das Windaufkommen noch zusätzlich stark beeinträchtigt, sowohl ökologisch als auch ökonomisch wenig sinnvoll.

Am 29.08.2019 versammelten sich im Clubhaus des VFB St. Leon viele Mitbürger/Innen, um neben der bereits bestehenden Bürgerinitiative nun auch einen Verein zu gründen. Pia Hilswicht, die Sprecherin der Bürgerinitiative, begrüßte hierzu alle Anwesenden und stellte im Anschluss in einer Präsentation dar, was die Argumente für die Ablehnung einer Windenergieanlage sind:
- Der Standort liegt im Lußhardtwald direkt an der Gemarkungsgrenze von St. Leon mit einem
Abstand von ca. 1.200 m.
- Abholzung von ca. 10,8 ha Wald.
- Massiver Eingriff in den Bereich Natur und Tierwelt mit Schwerlastfahrzeugen während der
jahrelangen Bauzeit.
- Die Windenergieanlage liegt im Wasserschutzgebiet der Brunnenanlagen des Wassergewinnungs-
zweckverbandes Hardtwald, welches existentiell ca. 35.000 Personen mit Trinkwasser versorgt.
- Verlust eines bisher intakten Naherholungsgebietes für Mensch und Tier (Greifvögel wie z.B.
Roter Milan, Schwarzstörche, Fledermäuse, sowie auch viele vierbeinige Wald-Tiere)
- Zu erwartende Gesundheitsschäden der Bewohner durch den permanenten Infraschall
(Gemäß einer Studie des Umweltbundesamtes ist der Infraschall von Windkraftanlagen bei einer
Entfernung bis zu 15 km - auch während der Nachtruhe - immer noch signifikant gesundheits-
schädlich)
- Weiträumige Dauerbelastung der Anwohner durch Schattenwurf der Windradflügel

Im Anschluss erklärte sie, warum es nun auch Sinn macht, neben der bisherigen „Bürgerinitiative“ auch einen Verein zu gründen. Die anwesenden Gründungsmitglieder beschlossen einstimmig zunächst die dem Verein zugrunde liegende Satzung. Im Anschluss daran wurde auf der Grundlage der vorher beschlossenen Satzung dann der Verein mit der Bezeichnung „Bürgerinitiative Gegenwind Lußhardt, St. Leon-Rot, Pro I Wald I Wasser I Mensch“ einstimmig gegründet.

Im weiteren Verfahren wählten die anwesenden Gründungsmitglieder dann auch alle Positionen der gesamten Vorstandschaft einstimmig:
1. Vorsitzende Hilswicht, Pia
Stellvertretender Vorsitzende Heger, Herbert
Schriftführerin Emde, Betina
Kassenwart Fröhlich, Klaus
Pressearbeit Weinlein, Albert
IT-Beauftragter Stoll, Franz
Medienbeauftragte Heger, Annette
Beisitzer Carsten Kamuf, Erich Heger und Karl-Heinz Jähnke
Im Verlauf der dann noch folgenden Diskussionen waren sich alle Anwesenden darin einig, dass die Bürgerinitiative sowie auch der neu gegründete Verein nicht grundsätzlich gegen den Bau von Windenergieanlagen ist. Solche Anlagen sollten jedoch dort entstehen, wo aufgrund der strukturellen Voraussetzungen nicht ein kostbares Waldgebiet, die Gesundheit der im Nahbereich lebenden Bürger/Innen und auch die dort lebende Tierwelt gefährdet werden. Ein ganz markanter Verhinderungsgrund ist aus Sicht der Vereinsmitglieder die Gefährdung des Wasserschutzgebietes, welches ca. 35.000 Personen versorgt. Bei einem durch die Windkrafträder verursachten Ausfall stünde – soweit das Auge reicht - keine alternative Versorgung mit lebensnotwendigem Trinkwasser mehr in den Haushalten zur Verfügung.

Wir rufen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, unserem Verein beizutreten und mitzuhelfen, die Windenergieanlage im nahe gelegenen Lußhardtwald zu verhindern. Auch laden wir alle Mitstreiter zu folgender Veranstaltung ein:

Termin Freitag, 27.09.2019, Beginn 17.30 Uhr
- auf dem Harresparkplatz zw. Harres und Autobahn -
Der Verein „Bürgerinitiative Gegenwind Lußhardt, St. Leon-Rot“, lädt alle Bürger und Mitstreiter zu einer Versammlung auf dem Harres-Großparkplatz ein. Banner, Plakate sowie kreativ gestaltete
Bettlaken sind sehr willkommen. Auch rechnen wir mit der Anwesenheit der regionalen Presse.

Termin Sa./So., 07./08.12.2019
Der Verein „Bürgerinitiative Gegenwind Lußhardt, St. Leon-Rot“ wird auch auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt mit einem Weihnachtsmarkstand vertreten sein. Schon heute laden wir alle Mitbürgerinnen und Mitbüger zum Besuch des St. Leon-Roter Weihnachtsmarktes ein.

Werden Sie Mitglied im Verein „Bürgerinitiative Gegenwind Lußhardt, St. Leon-Rot.
Mit Ihrer Mitgliedschaft und einem nur sehr geringen Vereinsbeitrag unterstützen Sie das Ziel des Vereins, nämlich die Verhinderung einer für Wald, Mensch und Tiere schädlichen Windenergie-anlage im nahe gelegenen Lußhardtwald.

Der Verein „Bürgerinitiative Gegenwind Lußhardt, St. Leon-Rot,
Pro I Wald I Wasser I Mensch“

Linksammlung des Landkreises Karlsruhe

Windpark Lußhardt - Scoping-Unterlagen (Projektbeschreibung)

PDF, 648 kB

Windpark Lußhardt - Scoping-Unterlagen (Anlage Projektbeschr.)

PDF, 7,8 MB

Windpark Lußhardt - öffentliche Bekanntmachung Scoping-Termin

PDF, 292 kB

Windpark Lußhardt - Scoping-Termin 03.07.2019 - TOP 3 Präsentation

PDF, 6,6 MB

Windpark Lußhardt - Begleitschreiben zum Protokoll Scoping-Termin 03.07.2019

PDF, 266 kB

Windpark Lußhardt - Protokoll Scoping-Termin 03.07.2019 mit Anlage

PDF, 832 kB

Der Widerstand wächst - Die Ortsgruppe St. Leon-Rot der Bürgerinitiative „Gegenwind Lusshardt“ ist gegründet

Name der Bürgerinitiative: #PROWasserWaldMensch

Am kommenden Donnerstag, den 8.August, findet, ebenfalls, um 18.30 Uhr wieder in der Gaststätte des Clubhauses VfB St.Leon, die formelle Versammlung der Bürgerinitiative gegen die geplanten Windkraftanlagen im Lusshardtwald statt.

Alle interessierten sind dazu herzlich eingeladen.

Wir begrüßen jegliche Beteiligung und fordern Sie/Euch auf uns beim Vorgehen gegen den geplanten Windpark „Lusshardt“ zu unterstützen!

Ihr Gemeindeverband der CDU St. Leon-Rot
Michael Eck, Tobias Berger

Der Widerstand wächst - Die Ortsgruppe St. Leon-Rot der Bürgerinitiative „Gegenwind Lusshardt“ ist gegründet

Am heutigen Donnerstag begrüßten die Initiatoren der Bürgerinitiative Pia Hilswicht, Carsten Kamuf und Michael Herling weit über 100 Gegner des Projekts Windpark „Lusshardt“.

Nach kurzer Einführung durch Pia Hilswicht, fasste Carsten Kamuf die wesentlichen Fakten nochmals anschaulich zusammen und schilderte das weiter Vorgehen und die Ziele der neugegründeten Bürgerinitiative. Wichtig ist den Initiatoren, dass das klare Ziel, die Verhinderung des gesamten Windparks, nur gemeinsam mit allen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern erreicht werden kann. Demnach wurde Pia Hilswicht zur Sprecherin der „Bürgerinitiative PRO Wasser-Wald-Mensch“ als Ortsgruppe St. Leon-Rot der Bürgerinitiative „Gegenwind Lusshardt“ einstimmig gewählt, um über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus ein deutliches Zeichen zu setzten.
In den nächsten Tagen/Wochen wird neben der medialen Präsenz auch eine Petition erarbeitet, die als Handlungsgrundlage der Bürgerinitiative dient.
Dennoch ergeht die Bitte der Initiatoren im Sinne der Bürgerinitiative mobil zu machen, denn nur mit einer sehr hohen medialen Präsenz und damit generierten Massen an Unterstützern kann das Ziel, die Verhinderung des Windparks“ erreicht werden.

Aus St. Leon-Roter Sicht war es sehr erfreulich zu sehen, dass aus fast allen politischen Gruppierungen Vertreter bei der Gründungsversammlung anwesend waren, um auch hier ein deutliches Zeichen der Einigkeit im Vorgehen gegen den Windpark „Lusshardt“ zu demonstrieren.

Wir, die #CDUStLeonRot begrüßen und unterstützen die Bürgerinitiative #PROWasserWaldMensch mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln und werden weiterhin über die Entwicklungen berichten.

Bilder und weiter Informationen folgen!

Ihr Gemeindeverband der CDU ST. Leon-Rot
Tobias Berger, Michael Eck

Windpark „Lusshardt“ (RNZ)

RNZ Artikel Ortsgehung

Windpark Lußhardt (Gemeindenachrichten)

Ortsbegehung Windpark "Lusshardt" 20.07.2019

Die CDU St. Leon-Rot lud am 20.07.2019 zur Ortsbegehung Windpark "Lusshardt", mit den CDU-Landtagsabgeordneten Karl Klein (Wahlkreis Wiesloch) und Ulli Hockenberger (Wahlkreis Bruchsal), im Wald zwischen St. Leon und Kirrlach ein. Die Resonanz war erheblich, trotz brütender Hitze, hatten über 90 Bürgerinnen und Bürger den Weg in den Wald auf sich genommen. Karl Knopf, 1. Vorsitzender der CDU St. Leon-Rot, sprach einleitende Worte und begrüßte die Anwesenden, es sei der Partei ein wichtiges und beachtetes Anliegen, hier auf eine für den Bürger akzeptablen Lösung hinzuwirken.

Unsere Gemeinderäte der CDU St. Leon-Rot sind informiert, Achim Schell, Udo Back und Carsten Kamuf, waren vor Ort. Letzterer gab den Anwesenden einen kleinen Überblick über die Faktenlage und machte seinen Standpunkt gegen eine solche Anlage unmissverständlich klar.

Zu den Fakten:

Der geplante Windpark "Lusshardt" umfasst insgesamt zehn Windenergieanlagen (WEA) mit einer jeweiligen Gesamthöhe von 238m. Diese sollen westlich der A5, davon vier WEA im Unteren Lusshardt, direkt an der Kreisgrenze und sechs Stück im Oberen Lusshardt bei Kronau errichtet werden.

Wie kommt es überhaupt dazu?

2013: Grundlage für den Bau der WEA ist der FNP (Flächennutzungsplan) der Stadt Waghäusel aus 2013, welcher die Flächen zur Windenergiegewinnung ausweist. Leichtsinn????
2014: öffentliche Ausschreibung durch Forst BW
2015: Abschluss Gestattungsvertrag mit dem Betreiber Projektvorstellung im GR Waghäusel Beginn mit Standortuntersuchungen
2019: Kronau verabschiedet seinen FNP Kronau im Januar 2019. Auf dieser Fläche können nun 6 WEAs errichtet werden.
2019: Erstmalige Information des Gemeinderats St. Leon-Rot

Für den Gemeindeverband gibt der Standort Rätsel auf.

Der Windpark soll inmitten eines geschlossenen Waldgebiets errichtet werden. Mit 22ha Flächenverbrauch (ca. 20 Fußballfelder), wovon 6ha wieder aufgeforstet (nicht Ortsgebunden) werden, stellt er zudem einen massiven Eingriff in das Waldgebiet dar. Die Bemühungen der Gemeinde St. Leon-Rot die Lärmbelastung rund um die Gemeinde zu reduzieren (Stichwort Lärmschutzwand Autobahn) werden durch eine geschätzte Schallemission von 35dB (zulässiger Wert für ein reines Wohngebiet) torpediert. Zudem geht von den WEA ein Schattenwurf aus, der sich bis in den Ortsteil St. Leon erstrecken wird. Doch allem voran ist die Nähe des Standorts zu den bestehenden Trinkwasserbrunnen und zum geplanten und bereits beantragten 6. Trinkwasserbrunnen des Wassergewinnungszweckverband (WGZ) Hardtwald (Wasserschutzzone) in höchstem Maße fahrlässig und nicht nachzuvollziehen.

Die größte Sorge ist die Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität.

Der WGZ Hardtwald versorgt die Gemeinden St.Leon-Rot, Malsch, Rauenberg, Mühlhausen (insgesamt über 35.000 Menschen) mit jährlich mit 2,5Mio m³ Trinkwasser. Dieses Wasser, mit außerordentlich nachgewiesener und überwachter Qualität, wurde aus bisher fünf bestehenden Brunnen westlich der Kreisstraße geschöpft. Nun ist ein sechster Brunnen in Planung. Dieser soll die Trinkwasserqualität auch in der Zukunft sichern. Durch den neuen Brunnen wird die Wasserfördermenge nicht erhöht. Er trägt aber in erheblichem Maße zur Entlastung der fünf bereits bestehenden Brunnen bei und dient so der Sicherung der benötigten Fördermenge und Qualität. Laut gutachterlichen Untersuchungen gibt es keinen alternativen Standort im Bereich Lusshardt. Die wasserrechtliche und baurechtliche Genehmigung wurde bereits im März 2019 beantragt.

Gefahrenpotential des Windpark "Lusshardt" (Stellungnahme WGZ).

Die WEA 1-4 befinden sich in direktem Zustrom der bereits vorhandenen Brunnen 1-4. Die massive Waldrodung, die zum Bau der WEA notwendig ist führt zum Verlust der Schutzfunktion und zu Bodenveränderungen. Konkret gefährdet die Gründung der WEA von bis zu 35m das Trinkwasser unmittelbar, da in dieser Tiefe auch die Wasserentnahme der Brunnen erfolgt. Ein weiteres Risiko geht vom Eintrag von wassergefährdenden Stoffen während der Bauphase und beim Betrieb innerhalb der Wasserschutzzone aus. Zudem besteht die Gefahr von Leckagen, Brände und Kollaps. Die Gefahren wurden durch mehrere Stellungnahmen gegenüber der Genehmigungsbehörde Landratsamt Karlsruhe dargelegt.

Die CDU St. Leon-Rot / Fraktion der CDU im Gemeinderat spricht sich klar gegen den geplanten Standort aus, weil für die Sicherung des Trinkwassers höchste Priorität genießt und der Erhalt der Waldflächen im Forderung steht. Hinzu kommt die Sicherung der Lebensqualität, da Lärmbelästigung und Schattenwurf durch die WEA zu erheblichen Beeinträchtigungen von Mensch und Natur führen.

Die CDU St. Leon-Rot sichert zu, die Gemeinde St. Leon-Rot sowie den WGZ zu unterstützen. Man ist bereit dafür außerplanmäßige Mittel für juristische Beratung und gutachterliche Stellungnahmen bzw. Gegengutachten bereitzustellen. Dennoch wir der Rückhalt aus der Bevölkerung benötigt, sich mit klarem Willen gegen den geplanten Standort auszusprechen. Um dies medial wirksam begrüßt die CDU St. Leon-Rot daher jede Form von Initiative aus der Bevölkerung.
Carsten Kamuf übergab dann das Wort an Karl Klein, MdL (CDU), der sich zur Faktenlage bereits schon über die Medien und während der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe der CDU St. Leon geäußert hatte.

Information rund um die Sachlage

Das starke Interesse der Anwesenden wurde durch eine klare und fundamentiere Erläuterung von Karl Klein gerechtfertigt. Die Zuhörer wurden umfassend über die Situation und die Planungen der Windkraftanlagen und die der Brunnen im Einzugsgebiet informiert. Besonders die Qualität des Wassers und die aufwendige Sicherstellung eben dieser Wasserqualität lag Klein am Herzen, er berichtete sehr detailliert über die Geschichte der Brunnen und die Anforderungen, die es bei neuen Brunnen zu beachten gilt. Gerade an der Stelle im Wald steht die Gruppe zwischen der ersten WEA und dem in Planung befindlichen neuen Brunnen.

Grundwasserschutz steht über der Windenergiegewinnung

Hier muss Sorge für eine klare Entscheidung hinsichtlich des Grundwasserschutzes in den Wasserschutzzonen 1 und 2 getragen werden, die gültige Rechtsprechung sei hier mehr als deutlich, so Klein. Leider sei der neue Brunnen, ebenso wie die Windkraftanlage, noch in der Planung, trotzdem müsse der Grundwasserschutz über der Windenergiegewinnung stehen, dafür mache er sich stark.
Das Risiko einer Qualitätsminderung der Grundwasserqualität würde in diesem Kontext nicht nur St. Leon-Rot, sondern auch Rauenberg, Mühlhausen und Malsch betreffen, die ihr Wasser aus den Brunnen vor Ort bekommen - auch hier muss Aufklärungsarbeit betrieben werden. Die ersten Gemeinderäte seien schon informiert und hätten diese Punkte bereits in ihren Gemeinderatssitzungen eingebracht.

Folgen der Windkraft

Die Verschattung und Lärmbelastung durch den Turm wurden nachfolgend ebenso angesprochen wie die notwendigen Arbeiten rund um den Turm. Eine Fläche von 22 Hektar müsse gerodet werden, damit die Anlage mit ihren riesigen Türmen (Gesamthöhe 238,5m, Narbenhöhe 164m, Rotordurchmesser 149m) genug Platz finden, dies geschehe, laut Karte mitten in dem Waldgebiet, eine Ersatzaufforstung von 6 Hektar (nicht ortsgebunden) sei zwar geplant, würde aber an der Rodung nichts ändern. Die Anlage hat ein Kreisfundament von 3,2m Tiefe mit einem Durchmesser von 24,8m, mit einem Gewicht von 250to und ca. 1600cbm, kaum vorstellbare Dimensionen. Diese sind zusätzlich zu den baulichen Veränderungen zu sehen die vorgenommen werden müssen, um die Anlage überhaupt erst stellen zu können. Die existierenden Wege sind hierfür nicht ausgelegt. Aus der Bevölkerung kam die Frage auf, wie dort Brandschutz und Rettungseinsätze realisiert werden sollen, die bisherigen Informationen drehen sich nur um einen Feuerschutz und Brandlöschanalgen in der Gondel selbst. Damit bleibt die Frage nach der Logistik im Falle eines Brandes noch unbeantwortet, denn die lokalen Feuerwehren sind für ein solches Szenario nicht ausgerüstet.

Karl Klein bedankte sich abschließend für das zahlreiche Erscheinen und sicherte den besorgten Zuhörern und den Vertretern der CDU St. Leon-Rot seine volle Unterstützung zu.

Zusätzlich Hinweise auf folgende Termine:

  1. August, 18:30 Uhr, VFB Gaststätte St. Leon-Rot: Gründungsversammlung der Bürgerinitiative gegen den geplanten Standort und dessen Auswirkungen auf die Umgebung.
    19.September, Harres: Informationsveranstaltung der Wircon GmbH (Wirsol) zum Windpark "Lusshardt".

Wir werden unsere Leser und den Gemeindeverband der CDU, über unsere Medien, auf dem Laufenden halten und zeitnah über den aktuellen Status informieren.

Ihr Gemeindeverband der CDU St. Leon-Rot
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Michael Eck, Tobias Berger

Ortsbegehung Windpark Lußhardt 20.07.2019

Die CDU St. Leon-Rot hatte am 20.07.2019 zum Ortstermin Thema Windpark Lußhardt, mit den CDU-Landtagsabgeordneten Karl Klein (Wahlkreis Wiesloch) und Ulli Hockenberger (Wahlkreis Bruchsal), im Wald zwischen St. Leon und Kirrlach geladen.

Die Resonanz war erheblich, trotz brütender Hitze, hatten über 90 Bürgerinnen und Bürger den Weg in den Wald auf sich genommen.

Karl Knopf, 1. Vorsitzender der CDU St. Leon-Rot, sprach einleitende Worte und begrüßte die Anwesenden, es sei der Partei ein wichtiges und beachtetes Anliegen, hier auf eine für den Bürger akzeptablen Lösung hinzuwirken.

Der Gemeinderat der CDU von St. Leon-Rot

Unsere Gemeinderäte der CDU St. Leon-Rot sind informiert, Achim Schell, Udo Back und Carsten Kamuf, waren vor Ort.
Carsten Kamuf gab den Anwesenden einen kleinen Überblick über die Faktenlage und machte seinen Standpunkt gegen eine solche Anlage unmissverständlich klar.

Zu den Fakten:

Der geplante Windpark "Lusshardt" umfasst insgesamt zehn Windenergieanlagen (WEA) mit einer jeweiligen Gesamthöhe von 238m. Diese sollen westlich der A5, davon vier WEA im Unteren Lusshardt, direkt an der Kreisgrenze und sechs Stück im Oberen Lusshardt bei Kronau errichtet werden.

Wie kommt es überhaupt dazu?

2013: Grundlage für den Bau der WEA ist der FNP (Flächennutzungsplan) der Stadt Waghäusel aus 2013, welcher die Flächen zur Windenergiegewinnung ausweist. Leichtsinn????
2014: öffentliche Ausschreibung durch Forst BW
2015: Abschluss Gestattungsvertrag mit dem Betreiber Projektvorstellung im GR Waghäusel Beginn mit Standortuntersuchungen
2019: Kronau behandelt seinen TFNP Kronau im Januar 2019 Auf dieser Fläche können nun 6 WEAs errichtet werden.
2019: Erstmalige Information des Gemeinderats St. Leon-Rot

Für den Gemeindeverband gibt der Standort Rätsel auf.

Der Windpark soll inmitten eines geschlossenen Waldgebiets errichtet werden. Mit 11ha Flächenverbrauch (für das Projekt HSK Kronau Baggersee und Windpark zusammen) (ca. 20 Fußballfelder), wovon 4ha wieder aufgeforstet werden, stellt er zudem einen massiven Eingriff in das Waldgebiet dar. Die Bemühungen der Gemeinde St. Leon-Rot die Lärmbelastung rund um die Gemeinde zu reduzieren (Stichwort Lärmschutzwand Autobahn) werden durch eine geschätzte Schallemission von 35dB (zulässiger Wert für ein reines Wohngebiet) torpediert. Zudem geht von den WEA ein Schattenwurf aus, der sich bis in den Ortsteil St. Leon erstrecken wird. Doch allem voran ist die Nähe des Standorts zu den bestehenden Trinkwasserbrunnen und zum geplanten und bereits beantragten 6. Trinkwasserbrunnen des Wassergewinnungszweckverband (WGZ) Hardtwald (Wasserschutzzone) in höchstem Maße fahrlässig und nicht nachzuvollziehen.

Die größte Sorge ist die Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität.

Der WGZ Hardtwald versorgt die Gemeinden St.Leon-Rot, Malsch, Rauenberg, Mühlhausen (insgesamt über 35.000 Menschen) mit jährlich mit 2,5Mio m³ Trinkwasser. Dieses Wasser, mit außerordentlich nachgewiesener und überwachter Qualität, wurde aus bisher fünf bestehenden Brunnen westlich der Kreisstraße geschöpft. Nun ist ein sechster Brunnen in Planung. Dieser soll die Trinkwasserqualität auch in der Zukunft sichern. Durch den neuen Brunnen wird die Wasserfördermenge nicht erhöht. Er trägt aber in erheblichem Maße zur Entlastung der fünf bereits bestehenden Brunnen bei und dient so der Sicherung der benötigten Fördermenge und Qualität. Laut gutachterlichen Untersuchungen gibt es keinen alternativen Standort im Bereich Lusshardt. Die wasserrechtliche und baurechtliche Genehmigung wurde bereits im März 2019 beantragt.


Gefahrenpotential des Windpark "Lusshardt" (Stellungnahme WGZ).

Die WEA 1-5 befinden sich in direktem Zustrom der bereits vorhandenen Brunnen 1-4. Die massive Waldrodung, die zum Bau der WEA notwendig ist führt zum Verlust der Schutzfunktion und zu Bodenveränderungen. Konkret gefährdet die Gründung der WEA von bis zu 35m das Trinkwasser unmittelbar, da in dieser Tiefe auch die Wasserentnahme der Brunnen erfolgt. Ein weiteres Risiko geht vom Eintrag von wassergefährdenden Stoffen während der Bauphase und beim Betrieb innerhalb der Wasserschutzzone aus. Zudem besteht die Gefahr von Leckagen, Brände und Kollaps. Die Gefahren wurden durch mehrere Stellungnahmen gegenüber der Genehmigungsbehörde Landratsamt Karlsruhe dargelegt.

Die CDU St. Leon-Rot / Fraktion der CDU im Gemeinderat spricht sich klar gegen den geplanten Standort aus, weil für die Sicherung des Trinkwassers höchste Priorität genießt und der Erhalt der Waldflächen im Forderung steht. Hinzu kommt die Sicherung der Lebensqualität, da Lärmbelästigung und Schattenwurf durch die WEA zu erheblichen Beeinträchtigungen von Mensch und Natur führen.

Die CDU St. Leon-Rot sichert zu, die Gemeinde St. Leon-Rot sowie den WGZ zu unterstützen. Man ist bereit dafür außerplanmäßige Mittel für juristische Beratung und gutachterliche Stellungnahmen bzw. Gegengutachten bereitzustellen. Dennoch wir der Rückhalt aus der Bevölkerung benötigt, sich mit klarem Willen gegen den geplanten Standort auszusprechen. Um dies medial wirksam begrüßt die CDU St. Leon-Rot daher jede Form von Initiative aus der Bevölkerung.

Er übergab das Wort an Karl Klein, MdL, der sich zur Faktenlage bereits schon über die Medien und während der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe St. Leon der CDU geäußert hatte.

Information rund um die Sachlage
Das starke Interesse der Anwesenden wurde durch eine klare und fundamentiere Erläuterung von Karl Klein gerechtfertigt. Die Bürger wurden umfassend über die Situation und die Planungen der Windkraftanlage und die der Brunnen im Einzugsgebiet informiert.
Besonders die Qualität des Wassers und die aufwendige Sicherstellung eben dieser Wasserqualität lag Klein am Herzen, er berichtete sehr detailliert über die Geschichte der Brunnen und die Anforderungen die es bei neuen Brunnen zu beachten gilt.
Gerade an der Stelle im Wald steht die Gruppe zwischen dem ersten Windkraftturm und dem in Planung befindlichen neuen Brunnen, wie auf der Karte unterhalb zu sehen, nur einen Steinwurf entfernt.

Grundwasserschutz über Windenergiegewinnung

Hier muss Sorge für eine klare Entscheidung hinsichtlich des Grundwasserschutzes in den Wasserschutzzonen 1 und 2 getragen werden, die gültige Rechtsprechung sei hier mehr als deutlich, so Klein. Leider sei der neue Brunnen, ebenso wie die Windkraftanlage, noch in der Planung, trotzdem müsse der Grundwasserschutz über der Windenergiegewinnung stehen, dafür mache er sich stark.
Das Risiko einer Qualitätsminderung der Grundwasserqualität würde in diesem Kontext nicht nur St. Leon-Rot, sondern auch Rauenberg, Mühlhausen und Malsch treffen, die ihr Wasser aus den Brunnen vor Ort bekommen, auch hier muss Aufklärungsarbeit betrieben werden, die ersten Gemeinderäte seien schon informiert und hätten diese Punkte bereits in ihren Gemeindesitzungen eingebracht.

Folgen der Windkraft

Die Verschattung und Lärmbelastung durch den Turm wurden nachfolgend ebenso angesprochen wie die notwendigen Arbeiten rund um den Turm. Eine Fläche von 11 Hektar (siehe oben wegen Zusammenhang mit HSK) müsse gerodet werden, damit die Anlage mit ihren riesigen Türmen (Gesamthöhe 238,5m, Narbenhöhe 164m, Rotordurchmesser 149m) genug Platz finden, dies geschehe, laut Karte mitten in dem Waldgebiet, eine Ersatzaufforstung von 4 Hektar (nicht Ortsgebunden) sei zwar geplant, würde aber an der Rodung nichts ändern.
Zusätzlich habe die Anlage ein Kreisfundament von 3,2m Tiefe mit einem Durchmesser von 24,8m, mit einem Gewicht von 250to und ca. 1600cbm, kaum vorstellbare Dimensionen. Diese sind zusätzlich zu den baulichen Veränderungen zu sehen, die vorgenommen werden müssen um die Anlage überhaupt erst stellen zu können, die existierenden Wege sind dafür nicht ausgelegt. Zusätzlich kam die Frage auf, wie dort Brandschutz und Rettungseinsätze realisiert werden sollen, die bisherigen Informationen drehen sich nur um einen Feuerschutz und Brandlöschanalgen in der Gondel selber. Damit bleibt die Frage nach der Logistik im Falle eines Brandes noch unbeantwortet, denn die lokalen Feuerwehren sind nicht dafür ausgerüstet.

Projektvorstellung Wirsol

Im Anhang ist eine Projektvorstellung der Wirsol zu finden, die sich mit den Anforderungen der Umgebung und den Einzelheiten der Planung beschäftigt, hier kann man sich einen ersten Eindruck über die Dimension und den Planungsstand verschaffen.

Wirsol Projekt Windpark Lußhardt

Zusätzlich möchten wir auf folgende Termine hinweisen:
1. August, 18:30 Uhr, VFB Gaststätte St. Leon-Rot: Gründungsversammlung der Bürgerinitiative gegen den geplanten Standort und dessen Auswirkungen auf die Umgebung.
27.September, Harres: Informationsveranstaltung der Wircon GmbH (Wirsol) zum Windpark "Lusshardt".

Wir werden unsere Leser und den Gemeindeverband der CDU, über unsere Medien, auf dem Laufenden halten und zeitnah über den Status informieren.

Weitere Links:
https://www.direktzu.de/windparklusshardt
Facebook: Gegenwind Lußhardt

Ihr Gemeindeverband der CDU St. Leon-Rot
www.cdu-st-leon-rot.de
Facebook: CDU St. Leon-Rot
Michael Eck, Tobias Berger


#Windpark "Lusshardt"

Der Gemeindeverband der CDU St. Leon-Rot lädt zur Ortsbegehung und Information über die geplante Windkraftanlage mit MDL Karl Klein.

Am Samstag den 20.07.2019 um 14:00 Uhr möchte sich der Gemeindeverband der CDU St. Leon-Rot gemeinsam ein Bild über die Planung und Auswirkung der Windkraftanlage in einer Ortsbegehung machen.

Wir starten an der Kreuzung Mingolsheimer Allee und K3536 (Straße St.Leon-Kirrlach) es folgt dann ein kurzer Fußmarsch zum eigentlichen Standort.

Die Themen dieses Termins sind zum einem die Information zum aktuellen Stand von Karl Klein MdL, eine Stellungnahme des Gemeindeverbands und der Gemeinderäte, ggf. noch Stellungnahmen von Experten.
(Bild von Karl und Gemeinderäten)
Hier werden wir auf die Themen:
- Grundwasserschutz
- Lärmschutz
- Status offiziellen Standortprüfung
eingehen.

Wir möchten den gesamten Gemeindeverband und alle interessierten Bürger bitten sich bei diesem wichtigen Thema unverbindlich und umfassend zu informieren, gerne nehmen wir auch weiteren Bedenken und Fragen auf die wir entsprechend weiterleiten.

Ihr Gemeindeverband der CDU ST. Leon-Rot
Michael Eck, Tobias Berger

Pressemitteilung von Karl Klein, MdL (CDU), zum aktuellen Vorgehen gegen den Windpark "Lusshardt"

Das Kind ist noch nicht in den Brunnen gefallen

Rückenwind von Landtagsabgeordneten Karl Klein (CDU) für den Wassergewinnungszweckverband Hardtwald - Kritik an dem Bau von zehn Windkraftanlagen im Lusshardtwald und der Erweiterung des Kronauer Baggersees -
Klein: Grundwasserschutz hat höheren Stellenwert als Windräder

„Das Kind ist noch nicht in den Brunnen gefallen, mit Sicherheit kann man hier noch eine Änderung herbeiführen“, beurteilt der Landtagsabgeordnete Karl Klein (CDU) den geplanten Bau von zehn Windkraftanlagen im Lusshardtwald und die Erweiterung des Kronauer Baggersees.

„Das Grundwasser ist schutzbedürftig und muss einen höheren Stellenwert als beabsichtigte Windkraftanlagen haben - nicht nur, weil hier bereits für den Brunnen VI ein aufwendiges Genehmigungsverfahren durchgeführt und viel Geld investiert wurde, sondern weil es hier auch um die zuverlässige Wasserversorgung der Bevölkerung geht“, so Klein.

Auch wenn die Anlage noch nicht fertig gestellt sei, müsse man sie so behandeln, als würde diese schon im Grundwasserschutzgebiet liegen.

Klein hatte sich bereits frühzeitig an Innenminister Thomas Strobl gewandt und ihm seinen Standpunkt erläutert. Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins Ende April 2019 hatten auf Initiative von Klein auch Bürgermeister der Region die
Möglichkeit, Strobl ihre Bedenken persönlich vorzutragen. Der Innenminister hat sich nun selbst in dieser Angelegenheit an den Umweltminister Franz Untersteller MdL (Grüne) gewandt und um eine Prüfung gebeten.

„Hinsichtlich des geplanten Baus der Windkraftanlagen und der Erweiterung des Baggersees kann man sicherlich Alternativen ausarbeiten, für den Brunnen VI allerdings nicht“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete. (Busse)